Übungen

Unterabschnittsübung in Herzogbirbaum
Unterabschnittsübung in Herzogbirbaum 1024 683 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Am Freitag, dem 24.04.2026, fand in Herzogbirbaum die jährliche Unterabschnittsübung des UA9 statt.

Übungsannahme war ein ausgebrochener Waldbrand im Gebiet von Herzogbirbaum. Der Einsatz wurde in zwei Abschnitte unterteilt.

Abschnitt Süd:

Im Abschnitt Süd errichteten die Feuerwehren Herzogbirbaum und Nursch eine Riegelstellung, um die Ausbreitung des Brandes auf das restliche Waldgebiet zu verhindern. Dafür wurde ein Löschwasserbehälter als Puffer aufgebaut, der von einem Landwirt laufend mittels Vakuumfass befüllt wurde. Zusätzlich wurde bei einem Waldteich mit der Tragkraftspritze der Feuerwehr Nursch angesaugt. Mit den verfügbaren Mitteln des HLF3 Herzogbirbaum und des HLF1 Nursch konnte so eine Riegelstellung von rund 300 Metern Länge aufgebaut werden.

Abschnitt Nord:

Im Abschnitt Nord bestand die Aufgabe für die Besatzung des HLF1 Ottendorf darin, Nachlöscharbeiten durchzuführen. Mittels Traktor wurde ein Wasserbehälter über unwegsames Gelände in den Wald transportiert. Von dort aus wurden Löschrucksäcke befüllt, mit denen noch glimmende Bäume und Wurzelstöcke lokalisiert und abgelöscht wurden.

Anhand des Übungsszenarios wurde deutlich, wo die Grenzen der im Unterabschnitt verfügbaren Mittel liegen. Gleichzeitig zeigte sich jedoch auch, dass durch taktisch richtiges Vorgehen dennoch beachtliche Erfolge erzielt werden können.

Fotos: FF Herzogbirbaum, FF Ottendorf
Bericht: FF Herzogbirbaum

Unterabschnittsübung in Steinabrunn
Unterabschnittsübung in Steinabrunn 1024 683 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Im Rahmen einer groß angelegten Unterabschnittsübung wurde am 17. April ein Brandeinsatz der Alarmstufe B3 im bewohnten Turm des Schlosses Steinabrunn simuliert. Übungsannahme war ein ausgedehnter Brand im Turmbereich sowie eine vermisste Person im Gebäude.

Der Innenangriff erfolgte über den Schlosshof. Dabei kam die Drehleiter Hollabrunn gemeinsam mit den Feuerwehren aus Geitzendorf und Roseldorf zum Einsatz. Ziel war es, die Brandbekämpfung in den oberen Stockwerken zu unterstützen und gleichzeitig einen raschen Zugang zu den betroffenen Bereichen sicherzustellen. Die Feuerwehren Geitzendorf und Roseldorf lieferten dabei die notwenige Wasserversorgung für die Drehleiter Hollabrunn aus einem Schlosseigenen Brunnen.

Parallel dazu führte die Feuerwehr Großmugl den Außenangriff mittels Wasserwerfer durch. Aufgrund des hohen Wasserbedarfs musste eine Zubringerleitung über eine Strecke von rund 250 Metern aufgebaut werden, die durch zwei unabhängige Versorgungsleitungen gespeist wurde.

Die Sicherstellung der Wasserversorgung übernahmen die Feuerwehren Ringendorf, Füllersdorf und Senning. Durch ihr koordiniertes Vorgehen konnte eine durchgehend stabile und ausreichende Löschwasserversorgung gewährleistet werden.

Im Inneren des Turms standen mehrere Atemschutztrupps im Einsatz. Unter anspruchsvollen Bedingungen arbeiteten sie sich bis in den vierten Stock vor, um die vermisste Person zu lokalisieren und zu retten. Diese konnte schließlich erfolgreich aufgefunden und aus dem Gefahrenbereich gebracht werden.

Die Übung verdeutlichte eindrucksvoll die hohe Einsatzbereitschaft sowie die ausgezeichnete Zusammenarbeit der beteiligten Feuerwehren, sowohl auf Unterabschnitts, als auch auf Bezirksebene.

Ein besonderer Dank gilt der Feuerwehr Hollabrunn und der Feuerwehr Senning für ihre Teilnahme und Unterstützung. Solche gemeinsamen Übungen sind von großer Bedeutung, um im Ernstfall eine effiziente und reibungslose Zusammenarbeit sicherzustellen.

Ebenso bedanken wir uns bei Bürgermeister Gerhard de Witt, dem zuständigen geschäftsführenden Gemeinderat für das Feuerwehrwesen in Großmugl, Peter Gamsjäger, dem Abschnittsfeuerwehrkommando BR Markus Schauhuber,ABI Werner Braun, VI Michael Hambeis, OV Franz Helfer, UA-Kommandant HBI Christoph Oberschlick, UA-Kommandant HBI Alexander Muth sowie dem Schlossbesitzer Gregor Koller, die die Übung vor Ort beobachteten.

Bericht und Fotos: FF Steinabrunn

FF Niederhollabrunn-Streitdorf übte in dichtem Rauch für den Ernstfall
FF Niederhollabrunn-Streitdorf übte in dichtem Rauch für den Ernstfall 1024 683 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Die Freiwillige Feuerwehr Niederhollabrunn-Streitdorf führte kürzlich eine kombinierte Atemschutz- und Löschübung durch. Im Fokus standen Personensuche, Innen- und Außenangriff. Beteiligt waren die Feuerwehrzüge aus Niederhollabrunn und Streitdorf, die gemeinsam den Ernstfall trainierten.Im Mittelpunkt der Übung stand eine Personensuche in einem stark verrauchten Gebäude. Dichter, dunkler Rauch sorgte für nahezu null Sicht, wodurch die Bedingungen möglichst realitätsnah gestaltet wurden. Parallel dazu wurde vom Einsatzfahrzeug aus eine Löschleitung aufgebaut und ein Außenangriff mit zwei C-Rohren durchgeführt, während im Inneren ein weiterer Trupp zur Brandbekämpfung und Personensuche vorging. Insgesamt standen drei Atemschutztrupps im Einsatz. Zusätzlich wurde der Umgang mit Atemschutzmasken samt Funkgeräte-Adapter sowie die Personenrettung mit einem Rettungstuch geübt.

Ausgearbeitet wurde die Übung von Daniel Duffek, dem stellvertretenden Kommandanten, gemeinsam mit René Seifert. Laut Kommandant Martin Kogler konnte das geplante Übungsziel vollständig erreicht werden. Besonders erfreulich sei laut Kogler auch die hohe Teilnehmerzahl gewesen – trotz eines Übungsabends unter der Woche.

Bericht und Fotos: FF Niederhollabrunn / HBI Martin Kogler

Bezirksübergreifende Übung in Stetteldorf
Bezirksübergreifende Übung in Stetteldorf 1024 577 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Am 20.03.2026 wurde seitens der Freiwilligen Feuerwehr eine Branddienstübung im Ortsgebiet abgehalten. Aufgrund des neu in Dienst gestellten HLF 3, wurde neben der Freiwilligen Feuerwehr Eggendorf am Wagram, auch die Freiwillige Feuerwehr Neuaigen, aus dem Bezirk Tulln eingeladen. Ziel der Übung war einerseits die Zusammenarbeit zwischen den drei Feuerwehren, sowie das Kennenlernen des neuen Fahrzeug. Die Übung wurde durch den beiden Zugskommandanten EBI Roland KAINZ und HBM Leopold HELLER jun. ausgearbeitet. Als Einsatzleiter fungierte der stellvertretende Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Stetteldorf am Wagram BI Mathias SCHMIED. Als Übungsobjekt diente ein landwirtschaftliches Anwesen, indem ein Brand simuliert wurde. Unter Einsatz von Umluft unabhängigen Atemschutz wurde die Brandbekämpfung durchgeführt. Die Atemschutztrupps übernahmen auch die Personenrettung und mussten Mitglieder Feuerwehrjugend aus dem Gebäude retten. Nach rund zwei Stunden trafen sich die drei Feuerwehren im Feuerwehrhaus Stetteldorf am Wagram zur Übungsnachbesprechung. Die rund 40 Übungsteilnehmer wurden im Anschluss mit wärmender Gulaschsuppe versorgt. Die Übungsbeobachter rund um HBI Albert KAINZBAUER zeigten sich von der Übung beindruckt und konnten feststellen, dass die Arbeit der Feuerwehr auch bezirksübergreifen hervorragend funktioniert.

Gemeindeweite Atemschutzübung in Nursch
Gemeindeweite Atemschutzübung in Nursch 1024 683 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Am Freitag, den 20. März fand in Nursch eine groß angelegte Atemschutzübung statt, bei der insgesamt 35 Atemschutzgeräteträger aus acht Feuerwehren der Gemeinde Großmugl teilnahmen.

Damit es auch für alle anwesenden Mitglieder reichlich zu tun gab, wurde die Übung in zwei Szenarien unterteilt:

Szenario 1:
Beim ersten Szenario handelte es sich um einen ausgedehnten Fahrzeugbrand, den es galt, mit wenig vorhandenem Wasser zu löschen. Dies gelang den drei anwesenden Feuerwehren Roseldorf, Steinabrunn und Geitzendorf bravourös und es konnte mit nur 1.800 Litern Wasser nach kurzer Zeit bereits „Brand aus“ gegeben werden.

Szenario 2:
Beim zweiten Szenario wurde ein Wohnhausbrand beübt. Annahme war, dass in einem brennenden Wohnhaus mehrere Personen im Obergeschoss vermisst werden und der Zugang nur über ein kleines Fenster möglich ist. Insgesamt wurden hierbei fünf Trupps zur Rettung der Personen eingesetzt.

Zu einer besonderen Herausforderung kam es durch eine simulierte Verletzung eines Atemschutztruppmitgliedes, welches selbst durch einen Rettungstrupp gerettet werden musste. Auch all diese Herausforderungen wurden bravourös gemeistert.

Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Markus Schauhuber betonte im Anschluss, wie stolz man auf die große Anzahl an Atemschutzgeräteträgern in der Gemeinde Großmugl sein könne. Sein Stellvertreter ABI Werner Braun lobte die Motivation, die an den Tag gelegt wurde und betonte die Wichtigkeit des großen Zusammenhalts.

Bürgermeister Gerhard De Witt bedankte sich bei allen anwesenden Mitgliedern für das Engagement und lud im Anschluss noch auf ein Getränk ein.

Bericht: Presseteam BFKDO Korneuburg / BM Bernhard Steiner
Fotos: Presseteam BFKDO Korneuburg

FLA-Gold Vorbereitung im Bezirk Korneuburg offiziell gestartet
FLA-Gold Vorbereitung im Bezirk Korneuburg offiziell gestartet 1024 768 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Am Mittwochabend, dem 28. Jänner 2026, startete im Bezirk Korneuburg offiziell die Vorbereitung auf das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold (FLA-Gold).

Zu Beginn begrüßte Ehrenoberbrandinspektor Franz Hübl, Leiter des Ausbilderteams FLA-Gold, die insgesamt 11 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Bezirk Korneuburg sowie die anwesenden Ausbilder. In seiner Ansprache gab er einen Überblick über den Ablauf der Ausbildung und die einzelnen Bewerbsdisziplinen.

Auch Bezirkskommandant-Stellvertreter Brandrat Hannes Holzer ließ es sich nicht nehmen, beim ersten Vorbereitungstermin anwesend zu sein. Er wünschte den angehenden „Feuerwehrmaturantinnen und Feuerwehrmaturanten“ viel Erfolg für die kommenden Wochen und Monate und bedankte sich gleichzeitig beim Ausbilderteam für das große Engagement.

Abschließend begrüßte Oberbrandinspektor Christian Ludwig stellvertretend für die Freiwillige Feuerwehr Ernstbrunn die Gäste in der Feuerwehrzentrale Ernstbrunn. Dort werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis Ende April wöchentlich auf die sieben anspruchsvollen Disziplinen des FLA-Gold vorbereitet.

Den Abschluss des Abends bildete ein gemeinsames Gruppenfoto.

Das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold gilt als höchste Ausbildungs- und Wissensüberprüfung im Feuerwehrwesen und stellt hohe Anforderungen an Fachwissen, Taktik und Führungsfähigkeit. Nicht umsonst wird es auch als „Feuerwehrmatura“ bezeichnet.

Wir wünschen allen Bewerbern alles Gute und viel Erfolg beim 68. Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold, das am 09. Mai 2026 im NÖ Feuerwehr- und Sicherheitszentrum in Tulln an der Donau stattfinden wird.

Unterabschnittsübung in Stockerau
Unterabschnittsübung in Stockerau 1024 768 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Am 4. November 2025 fand in Stockerau eine groß angelegte Übung des Unterabschnittes Stockerau statt. An der Übung nahmen die Feuerwehren Stockerau, Unterzögersdorf, Oberzögersdorf, Sierndorf, Leitzersdorf und Spillern sowie das Rote Kreuz teil.

Als Übungsannahme galt der Brand einer Lagerhalle, in der sich mehrere vermisste Personen befanden. Die eingesetzten Einsatzkräfte mussten die Personen unter Einsatz von Atemschutzgeräten im stark verrauchten Gebäude lokalisieren und über Leitern ins Freie bringen.

Da in der Übungsannahme die nächstgelegenen Hydranten defekt waren, musste die Wasserversorgung über lange Schlauchleitungen sichergestellt werden. Mehrere Löschleitungen wurden von unterschiedlichen Seiten des Gebäudes vorgenommen, zusätzlich kam die Drehleiter zur Brandbekämpfung zum Einsatz.

Zur Koordination der Einsatzkräfte wurde eine Einsatzleitung eingerichtet, die den Überblick über alle eingesetzten Trupps behielt. Ein Atemschutzsammelplatz wurde ebenfalls errichtet, um den geordneten und sicheren Einsatz der Atemschutzträger zu gewährleisten.

Durch das koordinierte Zusammenwirken aller beteiligten Feuerwehren konnten sämtliche vermissten Personen erfolgreich gerettet und der Brand schließlich unter Kontrolle gebracht werden. Die Übung diente der Vertiefung der Zusammenarbeit innerhalb des Unterabschnitts sowie den umliegenden Feuerwehren und der Verbesserung der Abläufe bei größeren Schadensereignissen.

Bericht und Fotos: FF Stockerau, Presseteam BFKDO Korneuburg / SB Robin Richentsky

Staffelübung in Enzersfeld
Staffelübung in Enzersfeld 1024 682 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Am 25. Oktober fand – zum bereits fünften Mal – die sogenannte Staffelübung bei der Freiwilligen Feuerwehr Enzersfeld statt. Bei hervorragendem Herbstwetter fanden sich rund 20 Kameraden im Feuerwehrhaus ein, um den Nachmittag gemeinsam, ganz im Zeichen der Feuerwehr, zu verbringen.

Die Kameraden hatten die Möglichkeit, an insgesamt drei Übungen, die ab 13:30 Uhr stattfanden, teilzunehmen. Dabei stand ihnen frei, an allen Übungen teilzunehmen oder zwischendurch zu den Szenarien um 15:00 bzw. 16:30 Uhr einzusteigen.

Nach einer kurzen Begrüßungsrunde durch die diesjährigen Organisatoren, dem 1. Zugskommandanten sowie dem 1. und 2. Zugtruppkommandanten, ging die erste Alarmierung auf den Fahrzeug-Tablets ein.

Teil 1 – 13:30 Uhr

Übung 1 – Verkehrsunfall, PKW gegen Strommast

Gemeinam mit dem Rüstlöschfahrzeug (RLF) wurde das Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) zu einem Verkehrsunfall auf Höhe Satzgasse 10 alarmiert. Aus unbekannter Ursache prallte ein PKW gegen einen Strommast. Der Fahrer des Fahrzeugs war bewusstlos und musste umgehend befreit und an die Rettungskräfte übergeben werden.

Der Einsatzleiter entschied sich, den entstandenen Brand mittels Schnellangriffseinrichtung des RLFs zu bekämpfen. Besonders musste hierbei auf den Sicherheitsabstand bei einer Spannung von unter 1000 Volt geachtet werden.

Nachdem es in der Zwischenzeit zu einer Abschaltung der entsprechenden Leitung durch den Netzbetreiber gekommen war, wurde die verletzte Person mittels Schaufeltrage gerettet und aus dem Gefahrenbereich in Richtung Rettung getragen. Bei der Rettung wurde besonders auf die Sicherheit und Betreuung des Fahrers geachtet. So wurde z.B. eine Airbag-Spinne am Lenkrad angebracht. Diese verhindert ein unkontrolliertes Auslösen des Airbags während der Rettung.

Übung 2 – Person in Notlage, medizinischer Notfall – Person auf Hochstand

Zu diesem Geschehen wurde das Hilfeleistungsfahrzeug (HLF) alarmiert.

Aufgrund der nur ungefähren Ortsangabe im Alarmtext, hatte die Mannschaft bereits bei der Anfahrt Ausschau nach einem Hochstand gehalten. Das Objekt, das sich im Bereich der Maria Lourdes Kapelle befand, war mit dem Einsatzfahrzeug leider nicht direkt erreichbar.

Man entschied daher, die benötigten Ausrüstungsgegenstände zu Fuß an die Einsatzstelle zu tragen.

Um die Person aus dem engen Hochstand zu retten, wurden zwei Teile einer Steckleiter verbunden und an den Hochstand gesichert. Anschließend wurde der Verletzte mittels Korbschleiftrage aus dem Hochstand über die Leitern herunterbefördert.

Teil 2 – 15:00 Uhr

Nach einer kurzen Pause im Feuerwehrhaus, bei dem es die Möglichkeit zur Stärkung gab, folgten zwei weitere fordernde Übungen

Übung 3 – Auslösung Brandmeldeanlage, Volksschule Enzersfeld

Bei dieser Übung hatten das MTF und das HLF mit dem Meldebild „B1 Gefahrenmeldeanlage – Brand, Volksschule Enzerseld“ zu kämpfen. Bereits bei der Ankunft des ersten Fahrzeugs, machte eine Lehrerin winkend auf sich aufmerksam. Sie schilderte, dass insgesamt vier Kinder sowie ein Elektriker, der gerade am Dachboden zu tun hatte, vermisst werden.

Umgehend verschafften sich der Einsatzleiter und der Gruppenkommandant Zugang zum Feuerwehrbedienfeld. Darauf konnten sie auslesen, dass der Melder 78/7 ausgelöst hatte. Nachdem der entsprechende Melder im Brandschutzplan gefunden wurde, wurde mit der Suche der vermissten Personen begonnen. Kurze Zeit später konnten zwei und wenige Minute später, die weiteren zwei Kinder unversehrt gefunden werden. Sie wurden an das Lehrpersonal übergeben.

Als komplizierter stellte sich die Suche nach dem vermissten Elektriker dar. Neben der Orientierung am Dachboden, erschwerte das Gewicht von über 130 kg der verletzten Person den Transport raus aus der Schule.

Nachdem alle Personen gerettet wurden, setzte der Einsatzleiter die Brandmeldeanlage zurück und achtete darauf, ob der Melde erneut ausschlägt – zum Glück nicht!

Zum Schluss wurden noch einige organisatorische Anforderungen abgearbeitet und eine kurze Besprechung, bei der auch die Direktorin der Volksschule answesend war, abgehalten.

Übung 4 – Austritt von Flüssigkeiten, Kläranlage Enzersfeld

Auf der Kläranlage hatte die Mannschaft des RLFs mit einer eingeklemmten Person unter einem Anhänger zu tun. Hinzu kam, das ein Fass undicht war und zusätzlich abgedichtet werden musste.

Da schon etwas Flüssigkeit ausgetreten war, wurde der naheliegende Kanaldeckel ebenso abgedichtet.

Unter Einsatz von Atemschutz, Hebekissen, Holzstaffeln und einigen weiteren Ausrüstungsgegenständen, wurde die Aufgabe professionell gelöst!

Verzögerung aufgrund eines echten Einsatzes

Kurz vor Alarmierung des 3. Teils erreichte den Kommandant ein Anruf, dass es im Bereich der Kirchengasse aus einem Kompost rauche. Wenige Augenblicke später fuhr das RLF die Einsatzadresse an und konnte den kleinen Brand mit Wasser löschen. Da die Besitzer nicht zu Hause waren, konnte durch aufmerksame Nachbarn und ein schnelles Ausrücken der Enzerfelder Feuerwehr, Schlimmeres verhindert werden!

Teil 3 – 16:30 Uhr

Übung 5 – Verkehrsunfall mit mehreren PKW, einem LKW, einem Radfahrer sowie mehreren Verletzten

Der Gedanke hinter dem Übungsnachmittag ist neben dem Wissensaufbau und der Kameradschaftspflege auch der kontinuierliche Anstieg der Komplexität.

Während die ersten beiden Blöcke von kleineren Mannschaften bewältigt werden konnten, war beim letzten Szenario die Anwesenheit aller Kameraden gefordert.

In der Satzgasse, nicht weit vom Feuerwehrhaus entfernt, kam es zu einem Verkehrsunfall mit mehreren PKWs, einem LKW und mehreren – teils eingeklemmten – Personen. Auch ein Fahrradfahrer war involviert.

Beim Eintreffen der ersteintreffenden Einsatzkräfte erkundeten der Einsatzleiter und die jeweiligen Gruppenkommandanten das Geschehen und weisten den Fahrzeugen ihre Positionen zu.

Bereits während der Ersteinschätzung traf auch die Freiwillige Feuerwehr Königsbrunn ein. Umgehend wurde eines der Unfallfahrzeuge in die Hände der Nachbarfeuerwehr übergeben.

Die Mannschaft des Rüstlöschfahrzeugs kümmerte sich unverzüglich um die Betreuung der eingeklemmten Person unter einem Hinterreifen des LKWs. Man setzte auf die bewährte Methode mit Hebekissen und Unterlagsmaterial.

Bei der Rettung der Person aus dem LKW entschied sich die Enzersfelder Mannschaft für die Rettungsplattform, die sie am Dach des RLFs mitführen. Dadurch kann man den Höhenunterschied zwischen Straße und Fahrerkabine problemlos ausgleichen und auf der gleichen Ebene arbeiten. Mittels Spineboard konnte der verletzte Fahrer schlussendlich an die Rettung übergeben werden.

Die Kameraden aus Königsbrunn sowie das zweite Enzersfelder Fahrzeug mussten währenddessen mehrere eingeklemmte Personen aus zwei Fahrzeugen schneiden. Hier kam je ein hydraulischer Rettungssatz zum Einsatz.

Neben diesen Hauptaufgaben gab es noch zahlreiche weitere Tätigkeiten, die von der Mannschaft bewältigt werden mussten. Dazu gehörten die Betreeung und Begleitung der verletzten Personen oder das Binden von ausgetretenen Flüssigkeiten.

Versorgen, aufräumen und Ordnung schaffen

Nachdem alle Personen versorgt waren, kümmerte sich die Mannschaft gemeinsam um den Abtransport der Übungsautos sowie das Versorgen der Fahrzeuge.

Im Feuerwehrhaus versammelt, wurde die letzte Übung gemeinsam nachbesprochen. Neben Dankesworten an die Statisten, Unterstützer und die Mannschaft, hob Unterabschnittskommandant HBI Bernhard Hermann die hervorragende Zusammenarbeit der letzten Jahre zwischen den Feuerwehren Enzersfeld und Königsbrunn hervor. Dies wurde freilich auch von den Kommandanten der beiden Feuerwehren Enzersfeld und Königsbrunn positiv angemerkt.

Ein weiterer Dank ging an die Firma Erdbau & Abbruch Truhetz aus Königsbrunn für das Bereitstellen des LKWs.

18:00 Uhr – Gemeinsames Abendessen und Kameradschaftspflege

Pünktlich traf das Essen – Schnitzel mit Salat – im Feuerwehrhaus ein, sodass sich alle Beteiligten nach einem langen und anstrengenden Tag ausreichend stärken konnten.

Weitere Fotos

Zahlreiche weitere Fotos finden sich auf der Website der Freiwillige Feuerwehr Enzersfeld!

https://www.ff-enzersfeld.at/staffeluebung-2025

Fotos & Bericht: Freiwillige Feuerwehr Enzersfeld

Unterabschnittsübung in Hagenbrunn
Unterabschnittsübung in Hagenbrunn 1024 682 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Am Samstag, den 11. Oktober 2025, fand die jährliche Unterabschnittsübung des Unterabschnitts 4 in Hagenbrunn statt. Daran teilgenommen haben die Freiwilligen Feuerwehren Enzersfeld, Flandorf, Hagenbrunn und Königsbrunn. 

Übungsannahme war ein Schadstoffeinsatz in der neu eröffneten Volksschule Hagenbrunn, bei dem Gas in einem Technikraum ausgetreten war und mehrere Kinder und eine erwachsene Person vermisst wurden. 

Nachdem gegen 10:00 Uhr die Brandmeldeanlage im Gebäude ausgelöst wurde, fuhr die ortsansässige Feuerwehr Hagenbrunn umgehend zum Einsatzort. Nach einer kurzen Erkundung und Lagefeststellung, entschied der Einsatzleiter die Alarmstufe umgehend zu erhöhen. Laut Zeugenaussagen galten insgesamt vier Kinder und eine erwachsene Person als vermisst. Das Gebäude konnte aufgrund eines deutlich wahrzunehmen Gasaustrittes, nur mit Atemschutz betreten werden. 

Durch die damit verbundene Nachalarmierung, standen wenige Minuten später insgesamt 60 Feuerwehrkameraden mit zahlreichen Einsatzfahrzeugen zur Verfügung!

Um den „Einsatz“ in einem solch großen und komplexen Gebäude besser koordinieren zu können, wurde eine Einsatzleitung aufgebaut und der „Einsatz“ in zwei Einsatzabschnitte geteilt. Mehrere Atemschutztrupps durchsuchten das gesamte Gebäude und konnten nach kurzer Zeit alle gesuchten Personen ins Freie bringen und Lüftungsmaßnahmen durchführen. 

Durch die Übung konnten wertvolle Erkenntnisse für etwaige zukünftige Einsätze in der Volksschule gewonnen werden. Besonders die verschiedenen Zugangsmöglichkeiten von mehreren Seiten und die Aufstellflächen für die Fahrzeuge, konnten allen teilnehmenden Feuerwehren näher gebracht werden. 

Die Einsatzübung wurde von den Bürgermeistern der Marktgemeinde Hagenbrunn, Michael Oberschil und der Marktgemeinde Enzersfeld im Weinviertel, Friedrich Vinzens, als auch von Unterabschnittskommandant HBI Bernhard Hermann, Abschnittsfeuerwehrkommandantstellvertreter ABI Karl Böhm sowie der Direktorin der Volksschule Hagenbrunn beobachtet. Hier konnten die Mitglieder die hervorragende Zusammenarbeit und Einsatzschlagkraft beeindruckend unter Beweis stellen.

Großeinsatzübung in Höbersdorf
Großeinsatzübung in Höbersdorf 1024 576 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Kurz vor 19:00 Uhr wurden sechs Feuerwehren von der Übungsleitung zur Unterabschnittsübung bei der Firma Ulrich Etiketten alarmiert. Insgesamt rückten 72 Mitglieder mit zwölf Fahrzeugen zum Übungsobjekt aus.

Am Übungsort bot sich der Mannschaft folgendes Szenario:
Ein Brand im Expedit des Übungsobjekts hatte mehrere Brandmelder ausgelöst. Nach Rücksprache mit dem Brandschutzbeauftragten wurde die Halle zwar evakuiert, jedoch galten fünf Personen weiterhin als vermisst.

Der Einsatzleiter befahl, eine Zubringerleitung vom Hydranten zu den beiden Tanklöschfahrzeugen herzustellen und mit zwei Angriffsleitungen in das Objekt vorzudringen. Sechs Atemschutztrupps waren erforderlich, um die vermissten Personen zu retten, bevor die Atemschutzüberwachung den Rückzug aus dem Objekt anordnete.

Eingeklemmter unter Container und ein Vermisster auf dem Dach:
Währenddessen wurde eine weitere Person unter einem Container entdeckt, die dort eingeklemmt war, sowie ein Arbeiter auf dem Dach, der mit Untertagsarbeiten beschäftigt gewesen war. Der Container wurde gegen ein mögliches Absinken gesichert, um den Eingeklemmten aus seiner Notlage zu befreien und zur weiteren Versorgung zu übergeben.

Bei der Erkundung des Dachs und der Versorgung des Verunfallten stellte sich heraus, dass eine Rettung über die Leiter nicht möglich war. Daher wurde das Kranfahrzeug der FF Sierndorf nachalarmiert, um den Verunfallten sicher vom Dach zu retten.

Übungsende und Nachbesprechung:
Nach rund Eineinviertel Stunden konnte die Übung erfolgreich beendet werden. Zwischendurch gab es von den Übungsbeobachtern ABI Werner Braun, HBI Mario Teufelhart und HBI Herbert Schabel immer wieder Feedback zu den Übungabläufen.

​Bei der anschließenden Nachbesprechung dankten Feuerwehrkommandant OBI Stefan Berger, Abschnittskommandant-Stellvertreter ABI Werner Braun und Bürgermeister Ernst Kreuzinger den anwesenden Kameradinnen und Kameraden für die zahlreiche Teilnahme sowie HLM Peter Geyrhofer für die Ausarbeitung der Übung und der Firma Ulrich Etiketten für die Zurverfügungstellung ihrer Räumlichkeiten.

Eingesetzte Kräfte:

FF Höbersdorf:KLF, MTF18 Einsatzkräfte
FF Obermallebarn:HLF 17 Einsatzkräfte
FF Senning:HLF 2, TLF 1000, MTF19 Einsatzkräfte
FF Sierndorf:RLFA-2000, VRF, LAST, WLFA-KRAN17 Einsatzkräfte
FF Unterhautzental:KLF3 Einsatzkräfte
FF Untermallebarn:KLF-W, MTF8 Einsatzkräfte

Fotos: LM Herbert Hainisch – FF Höbersdorf
Bericht: HVM Roland Binder – FF Höbersdorf