FF Enzersfeld

Großangelegte Einsatzübung im S1-Tunnel Stetten
Großangelegte Einsatzübung im S1-Tunnel Stetten 1024 683 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Großangelegte Einsatzübung im S1-Tunnel Stetten

Am Donnerstagabend, dem 8. Oktober 2026, fand im Tunnel Stetten auf der S1 eine großangelegte Einsatzübung statt. Vier Freiwillige Feuerwehren aus dem Bezirk Korneuburg übten gemeinsam mit dem Roten Kreuz und weiteren beteiligten Organisationen den Ernstfall bei einem schweren Verkehrsunfall mit anschließendem Fahrzeugbrand in einem Straßentunnel. Organisiert wurde die Übung vom Straßenerhalter Bonaventura in Zusammenarbeit mit der EGIS Operations Austria GmbH.

An der Übung nahmen die vier zuständigen Tunnelfeuerwehren Enzersfeld, Königsbrunn, Korneuburg und Langenzersdorf sowie das Rote Kreuz aus dem Bezirk Korneuburg teil. Ebenfalls eingebunden waren die Autobahnpolizei, die Tunnelüberwachungszentrale und Mitarbeiter des Straßenerhalters.

Umfangreiche Vorbereitungen für ein realistisches Übungsszenario

Bereits vor dem eigentlichen Übungsbeginn trafen sich die Übungsverantwortlichen, Übungsbeobachter, Unfalldarsteller und Vertreter der Presse bei der EGIS Operations Austria GmbH in Eibesbrunn. Dort wurden alle Anwesenden über den geplanten Übungsablauf, die Sicherheitsbestimmungen und die geltenden Verhaltensregeln informiert.

Für die Durchführung der Übung musste die S1 zwischen den Anschlussstellen Hagenbrunn und Korneuburg Nord in beiden Fahrtrichtungen vollständig gesperrt werden. Nach erfolgter Sperre konnten die umfangreichen Vorbereitungsarbeiten im Tunnel beginnen. Mehrere Unfallfahrzeuge wurden positioniert und die zahlreichen Unfalldarsteller auf ihre vorgesehenen Plätze gebracht. Anschließend bezogen die Übungsbeobachter ihre zugewiesenen Positionen im Tunnel.

Mit der Auslösung eines technischen Alarms in der Tunnelüberwachungszentrale um 21:00 Uhr begann schließlich die Übung. Über die Bezirksalarmzentrale wurden die zuständigen Freiwilligen Feuerwehren zum angenommenen Brand- und Verkehrsunfall im Tunnel Stetten alarmiert.

Schwerer Verkehrsunfall mit Fahrzeugbrand und zahlreichen Verletzten

Das Übungsszenario stellte die Einsatzkräfte vor eine besonders herausfordernde Situation. In der Tunnelröhre in Fahrtrichtung Korneuburg war es zu einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen gekommen. Durch den Zusammenstoß wurden zahlreiche Personen verletzt, einige davon waren in ihren Fahrzeugen eingeschlossen und konnten diese nicht mehr selbstständig verlassen.

Erschwerend kam hinzu, dass durch die Kollision ein PKW in Brand geraten war. Im entstandenen Rückstau ereignete sich zudem ein weiterer Auffahrunfall, bei dem ebenfalls mehrere Personen verletzt wurden.

Damit mussten die Einsatzkräfte gleich mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen. Neben der Brandbekämpfung galt es, die verletzten und eingeschlossenen Personen möglichst rasch aus dem Gefahrenbereich zu retten, die Tunnelröhre nach weiteren Personen abzusuchen und die medizinische Versorgung der Verletzten sicherzustellen.

Brandbekämpfung und Menschenrettung unter schwierigen Bedingungen

Als erste Feuerwehr traf die Freiwillige Feuerwehr Enzersfeld am Einsatzort ein. Unmittelbar nach der Erkundung wurde vor dem Tunnel die Einsatzleitung eingerichtet. Gleichzeitig begannen die Einsatzkräfte mit ihrem Tunnellöschfahrzeug die ersten Maßnahmen zur Brandbekämpfung.

Nach und nach trafen weitere Einsatzfahrzeuge der beteiligten Freiwilligen Feuerwehren sowie des Roten Kreuzes ein. Die nachrückenden Mannschaften erhielten ihre Einsatzaufträge und unterstützten die bereits laufenden Maßnahmen.

Nachdem der Fahrzeugbrand erfolgreich bekämpft worden war, lag der Schwerpunkt auf der Rettung der zahlreichen verletzten und teilweise eingeschlossenen Personen. Mehrere Atemschutztrupps arbeiteten sich durch die betroffene Tunnelröhre vor, um die Unfalldarsteller aus den Fahrzeugen und dem Gefahrenbereich zu bringen.

Die besonderen Bedingungen in einem Straßentunnel stellen dabei hohe Anforderungen an die Einsatzkräfte. Lange Anmarschwege, eingeschränkte Platzverhältnisse und die notwendige Koordination zahlreicher Einsatztrupps erschweren die Arbeiten erheblich. Umso wichtiger sind eine funktionierende Einsatzleitung, klare Kommunikation und die Zusammenarbeit der eingesetzten Organisationen.

Parallel zu den laufenden Rettungsmaßnahmen wurde die Tunnelröhre in Fahrtrichtung Korneuburg von zwei weiteren Atemschutztrupps systematisch nach möglicherweise vermissten Personen abgesucht.

Versorgung der Verletzten in der zweiten Tunnelröhre

Auch für das Rote Kreuz stellte das umfangreiche Schadensszenario eine besondere Herausforderung dar. In der benachbarten Tunnelröhre in Fahrtrichtung Wien wurde ein Triageplatz eingerichtet, an dem die geretteten Personen entsprechend der Schwere ihrer angenommenen Verletzungen gesichtet und priorisiert wurden.

Anschließend erfolgte die weitere medizinische Versorgung durch die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes.

Besonders wichtig war dabei die laufende Abstimmung zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst. Die geordnete Übergabe der geretteten Personen und die Koordination der weiteren Versorgung waren wesentliche Bestandteile der Übung.

Nachdem sämtliche vermissten Personen gefunden, aus dem Gefahrenbereich gerettet und medizinisch versorgt worden waren, konnten die wesentlichen Übungsziele als erreicht betrachtet werden. Nach rund zwei Stunden intensiver Übungsarbeit wurde das Übungsende bekannt gegeben.

Zahlreiche Übungsbeobachter verfolgten den Einsatzablauf

Die großangelegte Übung wurde von zahlreichen Beobachtern begleitet, die das Vorgehen der Einsatzorganisationen aus unterschiedlichen Bereichen des Tunnels mitverfolgten.

Seitens des Abschnittsfeuerwehrkommandos Korneuburg waren Abschnittsfeuerwehrkommandant-Stellvertreter ABI Wolfgang Unterberger und V Dominik Jiras vor Ort. Ebenso verfolgten Vertreter der Abschnittsfeuerwehrkommanden Mistelbach und Wolkersdorf aus dem Bezirk Mistelbach sowie Vertreter umliegender Freiwilliger Feuerwehren aus dem Bezirk Korneuburg das Übungsgeschehen.

Auch Vertreter des Roten Kreuzes, der Autobahnpolizei und des Straßenerhalters beobachteten die umfangreichen Einsatzmaßnahmen.

Die Übungsbeobachter zeigten sich mit der erbrachten Leistung und der Zusammenarbeit der beteiligten Einsatzorganisationen sehr zufrieden. Besonders die Bewältigung der zahlreichen gleichzeitig anfallenden Aufgaben verdeutlichte, wie wichtig regelmäßige gemeinsame Übungen für derartige Einsatzszenarien sind.

Auch Bonaventura und die EGIS Operations Austria GmbH nutzten die Übung, um wichtige Erkenntnisse für den Betrieb und die Sicherheit der Tunnelanlagen sowie für die Zusammenarbeit mit den Einsatzorganisationen zu gewinnen. Die Verantwortlichen bedankten sich bei allen Beteiligten für die engagierte Mitwirkung.

Gemeinsame Nachbesprechung im Feuerwehrhaus Korneuburg

Nach Abschluss der Übung und der Räumung des Tunnels begaben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Korneuburg.

Dort wurden alle Anwesenden vom Roten Kreuz Korneuburg mit einer Stärkung versorgt. Im Anschluss fand eine gemeinsame Übungsnachbesprechung statt, bei der die Verantwortlichen der beteiligten Organisationen den Übungsablauf nochmals Revue passieren ließen.

Dabei wurden die gewonnenen Erkenntnisse besprochen und Erfahrungen aus den unterschiedlichen Einsatzbereichen ausgetauscht. Diese Erkenntnisse bilden eine wichtige Grundlage, um bestehende Abläufe weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit für zukünftige Einsätze zu optimieren.

Die Übung im Tunnel Stetten zeigte einmal mehr, wie anspruchsvoll Einsätze in Straßentunneln sein können und wie entscheidend eine gut abgestimmte Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen ist.

Ein besonderer Dank gilt dem Straßenerhalter Bonaventura und der EGIS Operations Austria GmbH für die Organisation und Durchführung dieser umfangreichen Übung, dem Roten Kreuz Korneuburg für die anschließende Verpflegung sowie allen Einsatzkräften, Übungsverantwortlichen, Darstellern und Beobachtern für ihre Mitwirkung.

Bericht und Fotos: Presseteam BFKDO Korneuburg

Unterabschnittsübung 2026 des Unterabschnitts 4 
Unterabschnittsübung 2026 des Unterabschnitts 4  1024 698 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Am 19.09.2026 fand die jährliche Unterabschnittsübung des Unterabschnitts 4 (Enzersfeld, Flandorf, Hagenbrunn, Königsbrunn) statt. Übungsannahme war ein Brand in einer Autowerksatt mit vier vermissten Personen. 

Nach Positionierung der Einsatzfahrzeuge und Erkundung durch Einsatzleiter und Gruppenkommandanten, konnte der Einsatzbefehl an die Mannschaft weitergegeben werden. Neben der Suche der in der verrauchten Werkstatt vermissten Personen, musste ebenso eine Wasserversorgung hergestellt, ein Stapel brennender Reifen gelöscht, das angrenzende Gebäude geschützt und ein Atemschutzsammelplatz, sowie eine Einsatzleitung aufgebaut werden.  

Die eingesetzten Feuerwehren arbeiteten die zugeteilten Aufgaben rasch und erfolgreich ab, sodass nach etwa einer Stunde das Übungsende bekannt gegeben worden konnte und mit dem Aufräum- und Belüftungsarbeiten begonnen werden konnte.  

Anschließend an die Übung fand die Nachbesprechung im Feuerwehrhaus Königsbrunn mit einer kleinen Stärkung, kühlen Getränken und einem netten Zusammensitzen statt.  

Auszeichnungen für Bestandsjubiläen
Auszeichnungen für Bestandsjubiläen 1024 683 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Am Donnerstag, dem 22. April 2026, wurden im Containerterminal des NÖ Feuerwehr- und Sicherheitszentrums zahlreiche niederösterreichische Feuerwehren für ihre langjährige Bestandsdauer geehrt. Insgesamt 116 Freiwillige Feuerwehren erhielten Auszeichnungen für Jubiläen von 100, 120, 125, 140 und 150 Jahren.

Auch aus dem Bezirk Korneuburg nahmen mehrere Feuerwehren an der feierlichen Veranstaltung teil. Die Freiwilligen Feuerwehren Enzersfeld, Flandorf, Gerasdorf, Ottendorf und Stetteldorf wurden für ihre langjährige und engagierte Tätigkeit ausgezeichnet. Bei der Übergabe der Ehrenurkunden war auch Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Manfred Kreitmayer anwesend.

Die Ehrungen wurden im Rahmen eines würdigen Festaktes durch Johanna Mikl-Leitner, Stephan Pernkopf sowie Dietmar Fahrafellner und seinen Stellvertreter Martin Boyer gemeinsam mit den jeweiligen Bürgermeistern vorgenommen.

Die Veranstaltung stellte einmal mehr die lange Tradition und das große Engagement der Freiwilligen Feuerwehren in den Mittelpunkt und würdigte deren unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit in den Gemeinden.

Fotos: Matthias Fischer NÖLFV

Großbrand Entsorgungsbetrieb Hagenbrunn
Großbrand Entsorgungsbetrieb Hagenbrunn 768 1024 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Am Samstag den 01.11 wurde die Feuerwehr Hagenbrunn zu einer Brandmeldeauslösung, in einem Betrieb alarmiert. Durch die Mitarbeiter der Betriebsfeuerwehr, die das Feuer über eine Kamera gesehen haben, wurde die BAZ Stockerau informiert, dass es sich nicht um eine fehlerhafte Auslösung, sondern um einen bestätigten Brand handelte. Die Alarmstufe wurde somit auf B3 und in weiterer Folge auf B4 erhöht, um ausreichend Kräfte für die Brandbekämpfung, Schutz von weiteren Gebäuden, Wasserversorgung und Versorgung der Kamerad:innen vor Ort zu haben. Um eine bessere Übersicht über das Einsatzgeschehen zu haben, wurde dieser in zwei Einsatzabschnitte geteilt und eine Einsatzleitung eingerichtet. Ebenso wurde ein Atemschutzsammelplatz für die Atemschutzgeräteträger eingerichtet. 

Durch die große Brandlast erfolgte der Löschangriff unter Atemschutz von mehreren Seiten mit mehreren Löschleitungen. Auch Wasserwerfer waren im Einsatz, um das Brandgut zu kühlen. In weiterer Folge wurde das gelagerte Material von Baggern und Radladern zerteilt, um ein Ablöschen von Brandherden und Glutnestern möglich zu machen. Immer wieder entzündete sich durch das Umlagern Brandgut, welches aber durch die Löschtrupps schnell gelöscht werden konnte.

Auch die Versorgung mit Essen und Getränken für alle Kameraden wurde vom Betrieb, sowie Betrieben aus der Umgebung sichergestellt.

Im Einsatz standen bis in die Abendstunden ungefähr 130 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren sowie der Betriebsfeuerwehr, des Roten Kreuzes und der Polizei. 

Nach etwa 5 Stunden aktiver Brandbekämpfung konnte die Einsatzstelle an die Betriebsfeuerwehr übergeben werden. 

Ein großer Dank gilt allen Feuerwehren, die die Brandsicherheitswache und Nachlöscharbeiten in der Nacht über durch rasches Handeln und eine großartige Arbeit eine weitere Brandausbreitung verhindern konnten. 

Anwesende Feuerwehren:
Hagenbrunn, Flandorf, Königsbrunn, Enzersfeld, Klein-Engersdorf, Seyring und Gerasdorf

Fotos und Bericht: BFKDO Korneuburg Presseteam

Staffelübung in Enzersfeld
Staffelübung in Enzersfeld 1024 682 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Am 25. Oktober fand – zum bereits fünften Mal – die sogenannte Staffelübung bei der Freiwilligen Feuerwehr Enzersfeld statt. Bei hervorragendem Herbstwetter fanden sich rund 20 Kameraden im Feuerwehrhaus ein, um den Nachmittag gemeinsam, ganz im Zeichen der Feuerwehr, zu verbringen.

Die Kameraden hatten die Möglichkeit, an insgesamt drei Übungen, die ab 13:30 Uhr stattfanden, teilzunehmen. Dabei stand ihnen frei, an allen Übungen teilzunehmen oder zwischendurch zu den Szenarien um 15:00 bzw. 16:30 Uhr einzusteigen.

Nach einer kurzen Begrüßungsrunde durch die diesjährigen Organisatoren, dem 1. Zugskommandanten sowie dem 1. und 2. Zugtruppkommandanten, ging die erste Alarmierung auf den Fahrzeug-Tablets ein.

Teil 1 – 13:30 Uhr

Übung 1 – Verkehrsunfall, PKW gegen Strommast

Gemeinam mit dem Rüstlöschfahrzeug (RLF) wurde das Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) zu einem Verkehrsunfall auf Höhe Satzgasse 10 alarmiert. Aus unbekannter Ursache prallte ein PKW gegen einen Strommast. Der Fahrer des Fahrzeugs war bewusstlos und musste umgehend befreit und an die Rettungskräfte übergeben werden.

Der Einsatzleiter entschied sich, den entstandenen Brand mittels Schnellangriffseinrichtung des RLFs zu bekämpfen. Besonders musste hierbei auf den Sicherheitsabstand bei einer Spannung von unter 1000 Volt geachtet werden.

Nachdem es in der Zwischenzeit zu einer Abschaltung der entsprechenden Leitung durch den Netzbetreiber gekommen war, wurde die verletzte Person mittels Schaufeltrage gerettet und aus dem Gefahrenbereich in Richtung Rettung getragen. Bei der Rettung wurde besonders auf die Sicherheit und Betreuung des Fahrers geachtet. So wurde z.B. eine Airbag-Spinne am Lenkrad angebracht. Diese verhindert ein unkontrolliertes Auslösen des Airbags während der Rettung.

Übung 2 – Person in Notlage, medizinischer Notfall – Person auf Hochstand

Zu diesem Geschehen wurde das Hilfeleistungsfahrzeug (HLF) alarmiert.

Aufgrund der nur ungefähren Ortsangabe im Alarmtext, hatte die Mannschaft bereits bei der Anfahrt Ausschau nach einem Hochstand gehalten. Das Objekt, das sich im Bereich der Maria Lourdes Kapelle befand, war mit dem Einsatzfahrzeug leider nicht direkt erreichbar.

Man entschied daher, die benötigten Ausrüstungsgegenstände zu Fuß an die Einsatzstelle zu tragen.

Um die Person aus dem engen Hochstand zu retten, wurden zwei Teile einer Steckleiter verbunden und an den Hochstand gesichert. Anschließend wurde der Verletzte mittels Korbschleiftrage aus dem Hochstand über die Leitern herunterbefördert.

Teil 2 – 15:00 Uhr

Nach einer kurzen Pause im Feuerwehrhaus, bei dem es die Möglichkeit zur Stärkung gab, folgten zwei weitere fordernde Übungen

Übung 3 – Auslösung Brandmeldeanlage, Volksschule Enzersfeld

Bei dieser Übung hatten das MTF und das HLF mit dem Meldebild „B1 Gefahrenmeldeanlage – Brand, Volksschule Enzerseld“ zu kämpfen. Bereits bei der Ankunft des ersten Fahrzeugs, machte eine Lehrerin winkend auf sich aufmerksam. Sie schilderte, dass insgesamt vier Kinder sowie ein Elektriker, der gerade am Dachboden zu tun hatte, vermisst werden.

Umgehend verschafften sich der Einsatzleiter und der Gruppenkommandant Zugang zum Feuerwehrbedienfeld. Darauf konnten sie auslesen, dass der Melder 78/7 ausgelöst hatte. Nachdem der entsprechende Melder im Brandschutzplan gefunden wurde, wurde mit der Suche der vermissten Personen begonnen. Kurze Zeit später konnten zwei und wenige Minute später, die weiteren zwei Kinder unversehrt gefunden werden. Sie wurden an das Lehrpersonal übergeben.

Als komplizierter stellte sich die Suche nach dem vermissten Elektriker dar. Neben der Orientierung am Dachboden, erschwerte das Gewicht von über 130 kg der verletzten Person den Transport raus aus der Schule.

Nachdem alle Personen gerettet wurden, setzte der Einsatzleiter die Brandmeldeanlage zurück und achtete darauf, ob der Melde erneut ausschlägt – zum Glück nicht!

Zum Schluss wurden noch einige organisatorische Anforderungen abgearbeitet und eine kurze Besprechung, bei der auch die Direktorin der Volksschule answesend war, abgehalten.

Übung 4 – Austritt von Flüssigkeiten, Kläranlage Enzersfeld

Auf der Kläranlage hatte die Mannschaft des RLFs mit einer eingeklemmten Person unter einem Anhänger zu tun. Hinzu kam, das ein Fass undicht war und zusätzlich abgedichtet werden musste.

Da schon etwas Flüssigkeit ausgetreten war, wurde der naheliegende Kanaldeckel ebenso abgedichtet.

Unter Einsatz von Atemschutz, Hebekissen, Holzstaffeln und einigen weiteren Ausrüstungsgegenständen, wurde die Aufgabe professionell gelöst!

Verzögerung aufgrund eines echten Einsatzes

Kurz vor Alarmierung des 3. Teils erreichte den Kommandant ein Anruf, dass es im Bereich der Kirchengasse aus einem Kompost rauche. Wenige Augenblicke später fuhr das RLF die Einsatzadresse an und konnte den kleinen Brand mit Wasser löschen. Da die Besitzer nicht zu Hause waren, konnte durch aufmerksame Nachbarn und ein schnelles Ausrücken der Enzerfelder Feuerwehr, Schlimmeres verhindert werden!

Teil 3 – 16:30 Uhr

Übung 5 – Verkehrsunfall mit mehreren PKW, einem LKW, einem Radfahrer sowie mehreren Verletzten

Der Gedanke hinter dem Übungsnachmittag ist neben dem Wissensaufbau und der Kameradschaftspflege auch der kontinuierliche Anstieg der Komplexität.

Während die ersten beiden Blöcke von kleineren Mannschaften bewältigt werden konnten, war beim letzten Szenario die Anwesenheit aller Kameraden gefordert.

In der Satzgasse, nicht weit vom Feuerwehrhaus entfernt, kam es zu einem Verkehrsunfall mit mehreren PKWs, einem LKW und mehreren – teils eingeklemmten – Personen. Auch ein Fahrradfahrer war involviert.

Beim Eintreffen der ersteintreffenden Einsatzkräfte erkundeten der Einsatzleiter und die jeweiligen Gruppenkommandanten das Geschehen und weisten den Fahrzeugen ihre Positionen zu.

Bereits während der Ersteinschätzung traf auch die Freiwillige Feuerwehr Königsbrunn ein. Umgehend wurde eines der Unfallfahrzeuge in die Hände der Nachbarfeuerwehr übergeben.

Die Mannschaft des Rüstlöschfahrzeugs kümmerte sich unverzüglich um die Betreuung der eingeklemmten Person unter einem Hinterreifen des LKWs. Man setzte auf die bewährte Methode mit Hebekissen und Unterlagsmaterial.

Bei der Rettung der Person aus dem LKW entschied sich die Enzersfelder Mannschaft für die Rettungsplattform, die sie am Dach des RLFs mitführen. Dadurch kann man den Höhenunterschied zwischen Straße und Fahrerkabine problemlos ausgleichen und auf der gleichen Ebene arbeiten. Mittels Spineboard konnte der verletzte Fahrer schlussendlich an die Rettung übergeben werden.

Die Kameraden aus Königsbrunn sowie das zweite Enzersfelder Fahrzeug mussten währenddessen mehrere eingeklemmte Personen aus zwei Fahrzeugen schneiden. Hier kam je ein hydraulischer Rettungssatz zum Einsatz.

Neben diesen Hauptaufgaben gab es noch zahlreiche weitere Tätigkeiten, die von der Mannschaft bewältigt werden mussten. Dazu gehörten die Betreeung und Begleitung der verletzten Personen oder das Binden von ausgetretenen Flüssigkeiten.

Versorgen, aufräumen und Ordnung schaffen

Nachdem alle Personen versorgt waren, kümmerte sich die Mannschaft gemeinsam um den Abtransport der Übungsautos sowie das Versorgen der Fahrzeuge.

Im Feuerwehrhaus versammelt, wurde die letzte Übung gemeinsam nachbesprochen. Neben Dankesworten an die Statisten, Unterstützer und die Mannschaft, hob Unterabschnittskommandant HBI Bernhard Hermann die hervorragende Zusammenarbeit der letzten Jahre zwischen den Feuerwehren Enzersfeld und Königsbrunn hervor. Dies wurde freilich auch von den Kommandanten der beiden Feuerwehren Enzersfeld und Königsbrunn positiv angemerkt.

Ein weiterer Dank ging an die Firma Erdbau & Abbruch Truhetz aus Königsbrunn für das Bereitstellen des LKWs.

18:00 Uhr – Gemeinsames Abendessen und Kameradschaftspflege

Pünktlich traf das Essen – Schnitzel mit Salat – im Feuerwehrhaus ein, sodass sich alle Beteiligten nach einem langen und anstrengenden Tag ausreichend stärken konnten.

Weitere Fotos

Zahlreiche weitere Fotos finden sich auf der Website der Freiwillige Feuerwehr Enzersfeld!

https://www.ff-enzersfeld.at/staffeluebung-2025

Fotos & Bericht: Freiwillige Feuerwehr Enzersfeld

Unterabschnittsübung in Hagenbrunn
Unterabschnittsübung in Hagenbrunn 1024 682 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Am Samstag, den 11. Oktober 2025, fand die jährliche Unterabschnittsübung des Unterabschnitts 4 in Hagenbrunn statt. Daran teilgenommen haben die Freiwilligen Feuerwehren Enzersfeld, Flandorf, Hagenbrunn und Königsbrunn. 

Übungsannahme war ein Schadstoffeinsatz in der neu eröffneten Volksschule Hagenbrunn, bei dem Gas in einem Technikraum ausgetreten war und mehrere Kinder und eine erwachsene Person vermisst wurden. 

Nachdem gegen 10:00 Uhr die Brandmeldeanlage im Gebäude ausgelöst wurde, fuhr die ortsansässige Feuerwehr Hagenbrunn umgehend zum Einsatzort. Nach einer kurzen Erkundung und Lagefeststellung, entschied der Einsatzleiter die Alarmstufe umgehend zu erhöhen. Laut Zeugenaussagen galten insgesamt vier Kinder und eine erwachsene Person als vermisst. Das Gebäude konnte aufgrund eines deutlich wahrzunehmen Gasaustrittes, nur mit Atemschutz betreten werden. 

Durch die damit verbundene Nachalarmierung, standen wenige Minuten später insgesamt 60 Feuerwehrkameraden mit zahlreichen Einsatzfahrzeugen zur Verfügung!

Um den „Einsatz“ in einem solch großen und komplexen Gebäude besser koordinieren zu können, wurde eine Einsatzleitung aufgebaut und der „Einsatz“ in zwei Einsatzabschnitte geteilt. Mehrere Atemschutztrupps durchsuchten das gesamte Gebäude und konnten nach kurzer Zeit alle gesuchten Personen ins Freie bringen und Lüftungsmaßnahmen durchführen. 

Durch die Übung konnten wertvolle Erkenntnisse für etwaige zukünftige Einsätze in der Volksschule gewonnen werden. Besonders die verschiedenen Zugangsmöglichkeiten von mehreren Seiten und die Aufstellflächen für die Fahrzeuge, konnten allen teilnehmenden Feuerwehren näher gebracht werden. 

Die Einsatzübung wurde von den Bürgermeistern der Marktgemeinde Hagenbrunn, Michael Oberschil und der Marktgemeinde Enzersfeld im Weinviertel, Friedrich Vinzens, als auch von Unterabschnittskommandant HBI Bernhard Hermann, Abschnittsfeuerwehrkommandantstellvertreter ABI Karl Böhm sowie der Direktorin der Volksschule Hagenbrunn beobachtet. Hier konnten die Mitglieder die hervorragende Zusammenarbeit und Einsatzschlagkraft beeindruckend unter Beweis stellen.

Staffelübung in Enzersfeld
Staffelübung in Enzersfeld 800 532 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Der 12. Oktober, ein sonniger Samstag im Herbst, stand bei der Freiwilligen Feuerwehr Enzersfeld ganz im Zeichen der Feuerwehr!

Bereits zum vierten Mal hatten die Kameraden die Möglichkeit, an insgesamt drei Übungen, die ab 13:30 Uhr stattfanden, teilzunehmen. Dabei stand ihnen frei, an allen Übungen teilzunehmen oder zwischendurch zu den Szenarien um 15:00 bzw. 16:30 Uhr einzusteigen.

Nachdem sich eine Vielzahl der Mannschaft gegen 13:00 Uhr im Feuerwehrhaus eingefunden hatte, begann Oberbrandmeister (OBM) Roman Eichberger – in seiner Position des 1. Zugskommandanten – die Mannschaft grob einzuteilen. Hier wurden z.B. die Maschinisten und Gruppenkommandanten der beiden Fahrzeuge aufgrund ihrer Ausbildung definiert.

Pünktlich um 13:30 Uhr ging die Alarmierung auf die Fahrzeug-Tablets ein!

Teil 1 – 13:30 Uhr

Übung 1 – Gestürzter Radfahrer im Wald

Um dieses Szenario hatte sich die Mannschaft des HLFs zu kümmern. Ein Radfahrer sei im Wald zu Sturz gekommen und benötigt rasche Hilfe. Einsatzadresse lautete „Bründelweg“. Glücklicherweise wurden in der Alarmierung die genauen Koordinaten übermittelt, sodass man sich rasch einen Anfahrtsweg überlegen konnte.

An der Einsatzstelle suchte der Gruppenkommandant Sachbearbeiter (SB) Lukas Niedermayer den genauen Unfallort. In der Zwischenzeit machten sich auch zwei weitere Kameraden auf den Weg, um die undurchsichtige Waldstelle besser abzudecken und schneller reagieren zu können.

Unter anhaltendem Funkverkehr wurde laufend Ausrüstung an die Unglücksstelle gebracht. Da der Radfahrer in einem Graben zum Liegen kam, musste sich die Mannschaft an einem Baum gegensichern.

Anschließend wurde der Verletzte mittels Korbschleiftrage zurück zum Fahrzeug gebracht. Der Abstieg stellte sich aufgrund der unwegsamen Gegebenheiten im Wald als äußerst herausfordernd und schweißtreibend heraus!

Übung 2 – Radfahrer unter PKW

Zu dieser Einsatzadresse wurde das Rüstlöschfahrzeug (RLF) des Fuhrparks alarmiert. Die Kameraden fanden eine eingeklemmte Person unter einem Fahrzeug vor.

Unverzüglich wurde die Unfallstelle abgesichert sowie das Fahrzeug gegen Wegrollen und Einfedern befestigt.

Anschließend wurde die Person rasch durch den Einsatz von Hebekissen befreit!

Teil 2 – 15:00 Uhr

Nach einer kurzen Pause im Feuerwehrhaus, bei dem es die Möglichkeit zur Stärkung gab, ging es mit zwei Brandeinsätzen weiter:

Übung 3 – Fahrzeugbrand am Parkplatz der Volksschule Enzersfeld

Aus unbekannter Ursache kam es zu einem Vollbrand eines PKWs im Bereich der Volksschule Enzersfeld.
Bestens dafür geeignet, rückte das RLF mit seinem 2000 Liter Wasser und 200 Liter Schaummitteltank zum Einsatz aus.

Bereits auf der Anfahrt rüstete sich ein Atemschutztrupp aus. Begonnen wurde ein Löschangriff mit einem C-Hohlstrahlrohr und Wasser. Nachdem der Brand gelöscht war, wurde das Fahrzeug aufgrund unterschiedlicher Flüssigkeiten und um ein erneutes Entzünden zu verhindern, mit Schaum geflutet. Hier kam das Mittelschaumrohr zum Einsatz!

Übung 4 – Brand zweier Holzhaufen im Bereich der Kläranlage Enzersfeld

Das Hilfeleistungsfahrzeug (HLF), welches kein Wasser mit sich führt, wurde ebenso zu einem Brand alarmiert. Da sich am Areal der Kläranlage eine ortsfeste Saugstelle befindet, wurde vom Einsatzleiter beschlossen, mittels Tragkraftspritze von dieser anzusaugen.

Anschließend kümmerten sich zwei Atemschutzgeräteträger um das Löschen beider Haufen.

Teil 3 – 16:30 Uhr

Übung 5 – Verkehrsunfall mit einem LKW, zwei PKW und mehreren eingeklemmten Personen

Um halb fünf erfolgte die Alarmierung zu einem schweren Verkehrsunfall im Bereich der Scheunenstraße/Abt-Bonifaz-Straße. Aufgrund des großen Ausmaßes, wurden zu dieser Übung auch die Freiwillige Feuerwehr Königsbrunn sowie das Rote Kreuz hinzugerufen.

Kurz nach Eingang des Notfalls traf bereits das erste Enzersfelder Fahrzeug an der Unfallstelle ein.
Einsatzleiter OBM Roman Eichberger und sein Gruppenkommandant OBM René Reichmann erkundeten die Fahrzeuge koordiniert und verschafften sich so einen Überblick über die Lage, die Anzahl der beteiligten Personen und die Verletzungen der betroffenen Unfallopfer.

Da es direkt beim Geschehen kräftig rauchte, wurde umgehend einer Löschleitung vom RLF gelegt. Zeitlich kümmerte sich ein weiterer Trupp um die Bereitstellung des hydraulischen Rettungssatzes und der Bestückung der Bereitstellungsplane.

Wenige Augenblicke später traf auch die Freiwillige Feuerwehr Königsbrunn ein. Bei der Übergabe zwischen dem Einsatzleiter Enzersfeld und den Gruppenkommandanten aus der Nachbarfeuerwehr ging folgende Aufgabeneinteilung hervor:

KLFA-T (Kleines Löschfahrzeug mit Allrad und Tunnelausrüstung):

Da es insgesamt vier verletzte/eingeklemmte Personen gab, unterstützte ein Teil der Königsbrunner Mannschaft mit ihrem hydraulischen Rettungssatz und kümmerte sich um die Betreuung bzw. Rettung der Personen. Zusätzlich wurde auch gemeinsam an Rettungsaktionen gearbeitet!

HLFA-2000/100 (Hilfeleistungsfahrzeug 2 mit 2000 Liter Wasser und 100 Liter Schaummittel):

Die Mannschaft des Hilfeleistungsfahrzeugs 2 musste einen auslaufenden Tank abdichten und die ausgelaufene Flüssigkeit ordnungsgemäß binden. Da das Plastikfass kaum abdichten ging, entschieden sie sich für ein Umpumpen in eine Auffangwanne. Zusätzlich wurde ein Löscheimer untergestellt sowie einen Plane untergelegt.

Bei Verkehrsunfällen mit Personen ist grundsätzlich auch die Rettung fixer Bestandteil der Einsatzorganisationen vor Ort. So auch bei unserer Staffelübung!

Rotes Kreuz der Bezirksstelle Korneuburg

Kurz nach der Alarmierung um 16:30 Uhr traf auch das Rote Kreuz mit zwei Fahrzeugen ein.

Gemeinsam wurde die Rettung der eingeklemmten bzw. verletzten Personen untereinander besprochen. Nachdem die Unfallopfer von den Feuerwehren befreit waren, übernahmen die Helfer des Roten Kreuzes und kümmerten sich professionell um die weitere Betreuung.

Beobachter

Die Ausarbeitung der heurigen Übung lag diesmal beim Kommando der Freiwilligen Feuerwehr Enzersfeld. Neben Kommandant OBI Christof Eichberger, BI Wolfgang Knie, V Daniel Musil und VM Gerhard Schwarz war auch Unterabschnittskommandant HBI Bernhard Hermann den ganzen Nachmittag über dabei!

Auch das Rote Kreuz hatte bei der letzten Übung eine Beobachterin ausgewählt, die vor allem den Ablauf ihres Teams sehr genau beobachtete.

Resümee & Danksagung – 18:00 Uhr

Nachdem alle Fahrzeuge versorgt waren und die Unfallfahrzeuge von den Fahrbahnen entfernt wurden, versammelten sich die Mannschaften im Feuerwehrhaus Enzersfeld.

Während die Feuerwehren in der Fahrzeughalle Platz nahmen, führte das Rote Kreuz ihre Nachbesprechung im Schulungsraum unseres Hauses durch.

Im Zuge der Feuerwehr-Nachbesprechung kamen die jeweiligen Einsatzleiter/Gruppenkommandanten zu Wort und blickten noch einmal fachlich auf die vergangenen Einsätze bzw. den gemeinsamen Nachmittag zurück.

Besonders hervorgehoben wurde die gute Zusammenarbeit der beiden Feuerwehren und die gute Koordination mit dem Roten Kreuz!

Bei einem gemeinsamen Abendessen aller Beteiligten mit Schnitzel und Salat gab es noch die Möglichkeit, sich gegenseitig auszutauschen und zu plaudern.

Auf der Website der Freiwilligen Feuerwehr Enzersfeld finden sich zahlreiche Fotos des eindrucksvollen Nachmittag: Staffelübung 2024

Bericht & Titelbild: Freiwillige Feuerwehr Enzersfeld

B3 im Industriezentrum Hagenbrunn
B3 im Industriezentrum Hagenbrunn 800 533 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Kurz nach 13:00 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren des Unterabschnitts 4 (Enzersfeld, Flandorf, Hagenbrunn und Königsbrunn) sowie die Freiwillige Feuerwehr Klein-Engersdorf) zu einem Brandeinsatz der Stufe 3 in das Industriezentrum Hagenbrunn alarmiert.

Beim Eintreffen des ersten Fahrzeuges stand ein Auto, das sich zu dem Zeitpunkt auf einer Hebenbühne befand, in Vollbrand. Auch die darüberliegende Dachkonstruktion war bereits Opfer der Flammen geworden.

Umgehend wurde eine Löschleitung mit zwei C-Rohren gelegt und der Brand durch die bereits ausgerüsteten Atemschutztrupps unter Kontrolle gebracht.

Um auslaufende, brennende Flüssigkeiten zu löschen, wurde eine weitere Löschleitung mit Mittelschaumrohr verwendet.

Ein Übergreifen auf die direkt angrenzende Werkstatthalle konnte durch das schnelle Eintreffen und Handeln der Kameraden glücklicherweise verhindert werden. Sie wurde mittels Überdruckbelüfter belüftet, sodass der entstandene Rauch schneller abziehen konnte.

Im Einsatz standen insgesamt 31 Kameraden mit 8 Fahrzeugen.

Nach einer Endkontrolle durch die Wärmebildkamera konnte der Einsatz nach ca. einer Stunde beendet werden.

Bericht & Fotos: BFKDO Korneuburg Presseteam

Unterabschnittsübung UA4 – Umspannwerk APG
Unterabschnittsübung UA4 – Umspannwerk APG 800 533 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Am Mittwoch, den 15.05.2024, fand die jährliche Unterabschnittsübung des Unterabschnitts 4, im Umspannwerk der Austrian Power Grid (APG), in Stetten statt. Übungsannahme war ein brennender Trafo, der unter den strengen Sicherheitsvorkehrungen am Gelände, von außen, mit zwei Löschleitungen gekühlt werden musste. Diese Aufgabe übernahmen vier Atemschutztrupps, die sich immer wieder abwechselten. Ebenfalls wurde eine Zubringleitung aufgebaut, die die Löschfahrzeuge mit Wasser speiste. Nach etwa 1 ½ Stunden konnte die Übung erfolgreich beendet werden und es folgte die Nachbesprechung mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr und dem Einsatzleiter der APG, der am Gelände für unsere Sicherheit verantwortlich ist. Neben vielen gelungen Dingen, wurde auch auf die Schwierigkeiten am Gelände, wie etwa die an manchen Plätzen, schlechte Funkverbindung aufmerksam gemacht.
Im Anschluss konnten die Feuerwehrmitglieder noch einige interessante Fakten über das Umspannwerk erfahren und sich gemeinsam eine Aufschaltung, mit einem gewaltigen Lichtbogen, anschauen.  

Zum Abschluss der Übung lud die FF Stetten zu Speis, Trank und einem gemütlichen Ausklang ins Vereinshaus der Werkssiedlung neben dem Werk.

Wir bedanken uns bei den anwesenden Feuerwehren mit ihren über 60 Mitgliedern für die Teilnahme an der Übung. Ebenfalls bedanken wir uns bei der APG, und vor allem bei Teamleiter Ing. Andreas Brandl und Einsatzleiter APG Maximilian Höld, die uns ihren Arbeitsplatz mit all seinen Gefahren für die Unterabschnittsübung 2024 zur Verfügung stellten und uns spannende Fakten und Gefahren über diesen näher brachten. 

 Fotos und Bericht: Presseteam BFKDO Korneuburg 

Fortbildung in Langenzersdorf: Tunnelbrandbekämpfung
Fortbildung in Langenzersdorf: Tunnelbrandbekämpfung 800 533 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Im Zuge eines lang geplanten Projekts, fand am 29. und 30. Juni eine Fortbildung zum Thema Tunnelbrand in der Feuerwehr Langenzersdorf bzw. im Festsaal Langenzersdorf statt.

Mst. Ing. Gerhard Schöpf – seines Zeichens unter anderem Ausbilder in der Landesfeuerwehrschule Tirol – verwickelte eine ausgewählte Gruppe an Kameraden der vier Portalfeuerwehren (Enzersfeld, Korneuburg, Königsbrunn und Langenzersdorf) zu Beginn der Veranstaltung in ein Planspiel. Dabei ging es vorrangig um Taktik bzw. die Aufgaben des Einsatzleiters/der Einsatzleitung.

Gegen 19:00 Uhr präsentierte Gerhard eine Präsentation, welche das Thema „Notstandsbekämpfung in Tunnelbauwerken – Taktik“ behandelte. Im Zuge des Vortrags wurden einige beeindruckende, aber auch gleichzeitig erschreckende Fakten genannt.

So ist es eine klare Empfehlung, bei einem Tunnelbrand, im Fahrzeug zu bleiben! Sofern die Lüftersteuerung im Fahrzeug auf Umluft gestellt ist sowie alle Fenster und Türen geschlossen sind, ist ein Überleben von bis zu 30 Minuten gewährleistet.

Genau diese Zeit nutzen wir, die Einsatzkräfte, um das bedrohende Feuer unter Kontrolle zu bekommen bzw. gänzlich zu löschen!

Anhand von Bild- und Videodemonstrationen wurde gezeigt, welch gewaltige Rauchentwicklung bei einem Fahrzeugbrand innerhalb kürzester Zeit zu Stande kommen kann. Als Richtwert gilt ca. 20m³/Sekunde/PKW.

Ein großes Anliegen des Tiroler Kameraden war das Verständnis der Ab- bzw. Anströmseite. Anhand von Grafiken und Skizzierungen wurden die verschiedenen Lüftersysteme in Tunneln erklärt. Diese ermöglichen es, eine nahezu rauchfreie Anströmseite zu schaffen. Genau diese Seite kann von den Einsatzkräften genutzt werden, um den Brand zu bekämpfen. Vorteile wie geringere Temperaturen, weniger Rauch und die Möglichkeit, koordinierter zu arbeiten, sprechen eindeutig für diese Seite.

Auf der anderen Seite sind folgende Herausforderungen ständige Begleiter, falls es in einem unserer drei Tunnel (Tunnel Tradenberg, Tunnel Stetten bzw. Tunnel Kreuzenstein) zu einem Unglück kommen sollte:

  • lange Anmarsch- Rückzugswege
  • starker Lärm
  • eingeschränkte Verständnismöglichkeit
  • Sichtbehinderung und große Hitzebelastung
  • schlechte Deckungsmöglichkeit
  • Verkehrsstau und Panik
  • Gefahrstoffproblematik
  • …

Bei Versuchen stellte man fest, dass bei einem Brand im Tunnel mit einem PKW bis zu 200°C bzw. bei zwei brennenden Autos bis zu 400°C an der Decke zustande kommen. Diese enormen Temperaturen können auch die Struktur der Röhren gefährden. Dies kann bis zum Abbröckeln der Betondecke und Freilegen des Stahlkonstrukts führen. Eine enorme Gefahrensituation für alle Einsatzkräfte!

Neben einem kurzen Exkurs zum Thema Technischer Einsatz im Tunnel, konnten die vier Portalfeuerwehren Wissen in den Bereichen Löschtechniken und Schlauchmanagement sammeln.

Am Schluss des Vortrags gab es eindrucksvolle Einblicke anhand von Bildern und Videos.

Beendet wurde der Abend mit einer offenen Fragerunde, bei dem noch einige Fragen gestellt und professionell beantwortet werden konnten.

Am Folgetag, dem Freitag, wurde das Planspiel und die Aufgaben der Einsatzleitung vertieft bzw. die Taktik verfeinert.

Ein Dank gilt der Freiwilligen Feuerwehr Langenzersdorf für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und die Versorgung mit Getränken. Ein weiteres Dankeschön geht an den Betreiber der S1 Wiener Außenring Schnellstraße, der Bonaventura Infrastruktur GmbH, für die Übernahme der Kosten für diese Veranstaltung!

Am Gruppenfoto (v.l.n.r.): Martin SWOBODA, Stefan HOFMANN, Stefan JANOSCHEK, Gerhard SCHÖPF, Christof EICHBERGER, Hermann BERNHARD, Reinhard ENGELBRECHT

Fotos & Beitrag: BFKDO Korneuburg Presseteam

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