FF Korneuburg

Branddienstübung Volksschule Stetten
Branddienstübung Volksschule Stetten 1024 768 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Am 06.05.2026 fand in der Stettener Volksschule eine Branddienstübung für die Feuerwehren Stetten, Seebarn und die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Korneuburg statt. Übungsannahme war ein Brand in den Räumlichkeiten der Schule mit mehreren vermissten Personen in verschiedenen Stockwerken. 

Nach Erkundung der Einsatzstelle, wurde vom Einsatzleiter das Ausrüsten eines Atemschutztrupps, sowie das Herstellen einer C-Löschleitung für den Innenangriff angeordnet. Auch die Absicherung der Einsatzstelle, sowie das Herstellen der Löschwasserversorgung waren Aufgaben, welche die Übungsteilnehmer bearbeiten mussten. 
Die beiden Atemschutztrupps konnten von zwei Seiten zu den Klassen vordringen und hier mit der Personensuche beginnen. Mittels Türchecks und Absuchen der Räume konnten alle vermissten Personen im zweiten Stock gefunden und aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. Ebenfalls konnte die „Brandstelle“ erfolgreich abgelöscht werden. Ein Atemschutztrupp beübte ebenfalls einen „Atemschutznotfall“ bei einem Truppmitglied.  

Eine weitere Person befand sich im dritten Obergeschoss und musste aufgrund einer Verletzung möglichst schonend gerettet werden. Durch den Einsatz der Korbschleiftrage, sowie die Rettung per Drehleiter, konnte auch dieses Szenario erfolgreich abgearbeitet werden. 

Das Übungsziel konnte erreicht werden, die Übung zeigte aber auch wie aufwendig und kräftezehrend ein Einsatz in solch einem Gebäude sein kann. 
Die Übungsleiter bedankten sich bei allen Teilnehmern und den anwesenden Vertretern der Gemeinde, allen voran Bürgermeister Thomas Windsor-Seifert. 

Abschließend erfolgte ein kameradschaftlicher Übungsausklang im Feuerwehrhaus Stetten! 
 
Fotos und Bericht: BFKDO Korneuburg Presseteam  

Wohnhausbrand (B3) in Korneuburg 
Wohnhausbrand (B3) in Korneuburg  1024 768 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Am Nachmittag des 01. Mai 2026 wurden die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Korneuburg, sowie der Freiwilligen Feuerwehr Bisamberg zu einem B3 Wohnhausbrand alarmiert.  In einem Gartenhaus, in einer Kleingartensiedlung, war aus unbekannter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Beim Eintreffen der Feuerwehren befand sich das Holzhaus bereits in Vollbrand und Flammen schlugen bereits aus dem Dachstuhl. 
Nach Erkundung der Einsatzstelle wurde entschieden, den ersten Löschangriff unter Atemschutz und mittels drei C-Rohren vorzunehmen, um die Flammen einzudämmen. Hierfür wurde durch den Garten, sowie das Nachbargrundstück ein Zugang geschaffen. Ebenfalls wurde die Wasserversorgung für die Löschleitungen aufgebaut.  
Mittels auf der anderen Seite des Grundstücks platzierten Drehleiter Korneuburg, konnte eine Dachöffnung geschaffen, sowie gezielte Nachlöscharbeiten mit Wasser und Schaum von oben vorgenommen werden.  

Zur Unterstützung wurden ebenfalls die Freiwillige Feuerwehr Langenzersdorf, welche Atemschutzgeräteträger, sowie Einsatzmaterialien zur Verfügung stellte.  
Um die große Anzahl an Atemschutzgeräteträgern bewältigen zu können, wurde ebenfalls der Atemluftcontainer der Freiwilligen Feuerwehr Stockerau angefordert, um Atemluftflaschen direkt an der Einsatzstelle füllen zu können und einen geeigneten Atemschutzsammelplatz aufbauen zu können.  

Die Feuerwehren standen mit 75 Mann, sowie 15 Fahrzeugen bis in die Nachtstunden im Einsatz! Ebenfalls anwesend waren Polizei und Rettungsdient anwesend, um einen sicheren Verlauf des Einsatzes zu gewährleisten.  

Um 21.30 Uhr erfolgte eine Nachkontrolle der Brandstelle, um Glutnester oder weitere Brandherde ausfindig zu machen und abzulöschen.  

 
Fotos: Freiwillige Feuerwehr der Stadt Korneuburg, BFKDO Korneuburg Presseteam 
Bericht: BFKDO Korneuburg Presseteam  

Wohnhausbrand in Ernstbrunn fordert Todesopfer
Wohnhausbrand in Ernstbrunn fordert Todesopfer 1024 768 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

In der Nacht auf Mittwoch, den 19. Februar 2025, wurden die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Ernstbrunn kurz nach Mitternacht zu einem Brandverdacht (Feuerschein) mit der Alarmstufe B1 alarmiert. Die genaue Einsatzadresse war zunächst unklar, konnte jedoch nach Rückfrage bei der Bereichsalarmzentrale Stockerau ermittelt werden.

Beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs stand das Erdgeschoss eines Wohnhauses bereits in Vollbrand. Aufgrund der Brandausbreitung entschied der Einsatzleiter umgehend, auf Alarmstufe B3 zu erhöhen und die Freiwilligen Feuerwehren Au, Klement und Thomasl nachzualarmieren. Eine Nachbarin informierte die Einsatzkräfte, dass sich noch zwei Personen im Gebäude befinden.

Ein Atemschutztrupp des zuerst eingetroffenen Hilfeleistungsfahrzeugs 3 versuchte umgehend mit einem Strahlrohr über die Eingangstüre eine Menschenrettung durchzuführen. Die meterhohen Flammen und die enorme Hitze verhinderten jedoch ein Vordringen in das Erdgeschoss. Parallel dazu wurden mehrere Löschleitungen zur Brandbekämpfung und zum Schutz der Nachbargebäude in Stellung gebracht.

Im Laufe der Löscharbeiten stellte sich heraus, dass sich eine der beiden vermissten Personen retten und bei einem Nachbarn in Sicherheit bringen konnte. Somit wurde weiterhin eine Person vermisst. Angesichts der raschen Brandausbreitung und der widrigen Einsatzbedingungen wie der klirrenden Kälte, vereister Untergrund durch das Löschwasser und die hohe körperliche Belastung, wurden zusätzlich die Freiwilligen Feuerwehren Maisbirbaum und Merkersdorf alarmiert.

Erst nach mehreren Stunden gelang es den ersten Atemschutztrupps, das Gebäude zu betreten. In den Morgenstunden mussten die Einsatzkräfte die tragische Gewissheit erlangen, dass die vermisste Person in den Flammen ums Leben gekommen war.

Um die Dachhaut zu öffnen und letzte Glutnester im Dachgeschoss abzulöschen, wurde die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Korneuburg Stadt nachalarmiert. Noch während der letzten Löscharbeiten nahmen das Landes- und Bundeskriminalamt ihre Ermittlungen auf.

Nach fast zwölf Stunden konnte der Einsatz am frühen Nachmittag beendet werden. Während der Löscharbeiten wurden 82 Atemschutzflaschen gefüllt. Zudem wurden ein Atemschutzgerät sowie die Schutzausrüstung eines Kameraden bei dem Rettungsversuch irreparabel beschädigt.

Die Freiwillige Feuerwehr Ernstbrunn bedankt sich bei allen eingesetzten Kräften für die hervorragende Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank gilt dem Gemeindemitarbeiter, der die vereiste Einsatzstelle durchgehend gestreut hat, sowie der Bio Kreativbäckerei Markus Kürrer, der Fleischerei Höger und der Fleischerei „Harry’s Schmankerlexpress“, die die rund 100 Einsatzkräfte mit Verpflegung unterstützt haben. Ebenso wird den Privatpersonen gedankt, die mit Heißgetränken für wärmende Unterstützung sorgten.

Abschließend spricht die Feuerwehr Ernstbrunn der Familie und den Angehörigen des Verstorbenen ihr tief empfundenes Beileid aus und wünscht viel Kraft in dieser schweren Zeit.

Bericht und Fotos: Freiwillige Feuerwehr Ernstbrunn

Rettungstage in Weitra
Rettungstage in Weitra 800 533 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Am 05. und 06.10. fanden die Rettungstage Weitra statt. Insgesamt 27 Kameradinnen der Freiwilligen Feuerwehren Hagenbrunn, Korneuburg und des Roten Kreuzes Korneuburg nahmen an dem Lehrgang teil. Unter dem Motto „Technik – Taktik – Training“ mussten insgesamt acht Stationen mit verschiedenen Einsatzszenarien abgearbeitet werden. Bei den Stationen wurde vor allem die Menschenrettung aus KFZ unter verschiedensten erschwerten Bedingungen beübt, um für den Ernstfall gut vorbereitet zu sein.  

Das lehrreiche Wochenende hat für die Kameradinnen und Kameraden nicht nur einen Zuwachs an Wissen gebracht, sondern auch die Teamfähigkeit und die Zusammenarbeit enorm gefördert. Vielen Dank an das Team der Rettungstage Weitra, die dieses lehrreiche Wochenende organisiert und möglich gemacht haben.  

Fortbildung in Langenzersdorf: Tunnelbrandbekämpfung
Fortbildung in Langenzersdorf: Tunnelbrandbekämpfung 800 533 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Im Zuge eines lang geplanten Projekts, fand am 29. und 30. Juni eine Fortbildung zum Thema Tunnelbrand in der Feuerwehr Langenzersdorf bzw. im Festsaal Langenzersdorf statt.

Mst. Ing. Gerhard Schöpf – seines Zeichens unter anderem Ausbilder in der Landesfeuerwehrschule Tirol – verwickelte eine ausgewählte Gruppe an Kameraden der vier Portalfeuerwehren (Enzersfeld, Korneuburg, Königsbrunn und Langenzersdorf) zu Beginn der Veranstaltung in ein Planspiel. Dabei ging es vorrangig um Taktik bzw. die Aufgaben des Einsatzleiters/der Einsatzleitung.

Gegen 19:00 Uhr präsentierte Gerhard eine Präsentation, welche das Thema „Notstandsbekämpfung in Tunnelbauwerken – Taktik“ behandelte. Im Zuge des Vortrags wurden einige beeindruckende, aber auch gleichzeitig erschreckende Fakten genannt.

So ist es eine klare Empfehlung, bei einem Tunnelbrand, im Fahrzeug zu bleiben! Sofern die Lüftersteuerung im Fahrzeug auf Umluft gestellt ist sowie alle Fenster und Türen geschlossen sind, ist ein Überleben von bis zu 30 Minuten gewährleistet.

Genau diese Zeit nutzen wir, die Einsatzkräfte, um das bedrohende Feuer unter Kontrolle zu bekommen bzw. gänzlich zu löschen!

Anhand von Bild- und Videodemonstrationen wurde gezeigt, welch gewaltige Rauchentwicklung bei einem Fahrzeugbrand innerhalb kürzester Zeit zu Stande kommen kann. Als Richtwert gilt ca. 20m³/Sekunde/PKW.

Ein großes Anliegen des Tiroler Kameraden war das Verständnis der Ab- bzw. Anströmseite. Anhand von Grafiken und Skizzierungen wurden die verschiedenen Lüftersysteme in Tunneln erklärt. Diese ermöglichen es, eine nahezu rauchfreie Anströmseite zu schaffen. Genau diese Seite kann von den Einsatzkräften genutzt werden, um den Brand zu bekämpfen. Vorteile wie geringere Temperaturen, weniger Rauch und die Möglichkeit, koordinierter zu arbeiten, sprechen eindeutig für diese Seite.

Auf der anderen Seite sind folgende Herausforderungen ständige Begleiter, falls es in einem unserer drei Tunnel (Tunnel Tradenberg, Tunnel Stetten bzw. Tunnel Kreuzenstein) zu einem Unglück kommen sollte:

  • lange Anmarsch- Rückzugswege
  • starker Lärm
  • eingeschränkte Verständnismöglichkeit
  • Sichtbehinderung und große Hitzebelastung
  • schlechte Deckungsmöglichkeit
  • Verkehrsstau und Panik
  • Gefahrstoffproblematik

Bei Versuchen stellte man fest, dass bei einem Brand im Tunnel mit einem PKW bis zu 200°C bzw. bei zwei brennenden Autos bis zu 400°C an der Decke zustande kommen. Diese enormen Temperaturen können auch die Struktur der Röhren gefährden. Dies kann bis zum Abbröckeln der Betondecke und Freilegen des Stahlkonstrukts führen. Eine enorme Gefahrensituation für alle Einsatzkräfte!

Neben einem kurzen Exkurs zum Thema Technischer Einsatz im Tunnel, konnten die vier Portalfeuerwehren Wissen in den Bereichen Löschtechniken und Schlauchmanagement sammeln.

Am Schluss des Vortrags gab es eindrucksvolle Einblicke anhand von Bildern und Videos.

Beendet wurde der Abend mit einer offenen Fragerunde, bei dem noch einige Fragen gestellt und professionell beantwortet werden konnten.

Am Folgetag, dem Freitag, wurde das Planspiel und die Aufgaben der Einsatzleitung vertieft bzw. die Taktik verfeinert.

Ein Dank gilt der Freiwilligen Feuerwehr Langenzersdorf für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und die Versorgung mit Getränken. Ein weiteres Dankeschön geht an den Betreiber der S1 Wiener Außenring Schnellstraße, der Bonaventura Infrastruktur GmbH, für die Übernahme der Kosten für diese Veranstaltung!

Am Gruppenfoto (v.l.n.r.): Martin SWOBODA, Stefan HOFMANN, Stefan JANOSCHEK, Gerhard SCHÖPF, Christof EICHBERGER, Hermann BERNHARD, Reinhard ENGELBRECHT

Fotos & Beitrag: BFKDO Korneuburg Presseteam