Sonderdienst Waldbrand

Waldbrandgruppen aus dem Bezirk Korneuburg bei Großbrand in Groß-Enzersdorf im Einsatz
Waldbrandgruppen aus dem Bezirk Korneuburg bei Großbrand in Groß-Enzersdorf im Einsatz 1024 768 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Am Dienstagnachmittag, dem 4. August 2026, wurde der Sonderdienst Waldbrandbekämpfung – Zug Ost zur Unterstützung der Einsatzkräfte bei einem ausgedehnten Flur- und Waldbrand im Bereich Groß-Enzersdorf an der Stadtgrenze zu Wien alarmiert.

Aus dem Bezirk Korneuburg standen die Waldbrandgruppen der Freiwilligen Feuerwehren Ernstbrunn, Langenzersdorf und Stockerau im Einsatz. Insgesamt rückten knapp 20 speziell ausgebildete Mitglieder mit fünf Fahrzeugen in das Einsatzgebiet aus.

Nach dem Sammeln an einem vordefinierten Bereitstellungsraum wurde der gesamte Waldbrandzug geschlossen in das Einsatzgebiet verlegt. Vor Ort unterstützten die Kräfte des Sonderdienstes die bereits laufenden Löscharbeiten. Zu ihren Aufgaben zählten das Aufspüren und Ablöschen von Glutnestern sowie verbliebenen Brandherden, um ein erneutes Aufflammen des Vegetationsbrandes zu verhindern.

Die Nachlöscharbeiten dauerten bis tief in die Nacht an. Die hochsommerlichen Temperaturen von rund 40 Grad Celsius sowie teils kräftiger Wind stellten die Einsatzkräfte vor zusätzliche Herausforderungen und erschwerten die Arbeiten im unwegsamen Gelände erheblich.

Erst kurz nach 1 Uhr konnten die Mitglieder der Waldbrandgruppen aus dem Bezirk Korneuburg ihren Einsatz beenden und die Heimreise antreten.

Der Einsatz zeigte einmal mehr, wie wichtig spezialisierte Sonderdienste und die bezirksübergreifende Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Vegetations- und Waldbränden sind. Dank der speziellen Ausbildung und Ausrüstung des Sonderdienstes Waldbrandbekämpfung können die Einsatzkräfte auch bei großflächigen und herausfordernden Schadenslagen rasch und gezielt unterstützen.

Einen ausführlichen Bericht über das gesamte Einsatzgeschehen finden Sie auf der Website des Bezirksfeuerwehrkommandos Gänserndorf.

Erste Übung des Sonderdienstes Waldbrand Zug Ost im Jahr 2025
Erste Übung des Sonderdienstes Waldbrand Zug Ost im Jahr 2025 1024 768 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Am Freitagabend, dem 14. Februar, fand die erste Übung des Sonderdienstes Waldbrand, Zug Ost, in der Feuerwehrzentrale Ernstbrunn statt.

Zu Beginn begrüßte Sonderdienst-Zugskommandant Oberbrandinspektor (OBI) Manfred Trauner alle anwesenden Gäste. Kurz zuvor hatten sich auch Landesfeuerwehrrat Alois Zaussinger, Bezirkskommandant aus Hollabrunn, und Oberbrandrat Markus Schuster, Bezirkskommandant aus Mistelbach, einen Überblick über die Einsatzgeräte verschafft, bevor sie aufgrund weiterer Termine wieder aufbrechen mussten.

Der Fokus dieser Übung lag weniger auf praktischer Arbeit, sondern vielmehr darauf, einander und das verwendete Einsatzmaterial besser kennenzulernen.

In einer eindrucksvollen Präsentation führte OBI Trauner durch die Entwicklung des Sonderdienstes, von seiner Gründung im Jänner 2020 über die intensive Aus- und Weiterbildung bis hin zu den zahlreichen Einsätzen im In- und Ausland.
Der Zug Ost setzt sich aus Stationierungsfeuerwehren aus den Bezirken Gänserndorf, Hollabrunn, Korneuburg und Mistelbach zusammen.

Nach einer kurzen Vorstellung dieser Feuerwehren durch die jeweiligen Gruppenkommandanten richtete auch der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Ernstbrunn und ebenfalls Mitglied des Sonderdienstes Waldbrand, Hauptbrandinspektor (HBI) Mario Liebhart, seine Worte an die über 70 anwesenden Gäste.

Anschließend wurden der Waldbrandcontainer des Niederösterreichinschen Landesfeuerwehrverbandes samt Beladung sowie das Waldbrandfahrzeug „Pickup Ernstbrunn“ von den Teilnehmern genau begutachtet.

Den Abschluss bildete eine gesellige Runde, bei der die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ernstbrunn für die Verpflegung sorgten. Dabei wurden zahlreiche Fachgespräche über den Sonderdienst und seine Ausrüstung geführt.

Ein besonderer Dank gilt Zugskommandant OBI Manfred Trauner (FF Mühlbach am Manhartsberg, Bezirk Hollabrunn) und seinem Stellvertreter BI Roman Lackner (FF Haselbach, Bezirk Korneuburg) für ihren engagierten Einsatz und ihre hervorragende Führung.
In nur wenigen Jahren ist eine starke Kameradschaft und Freundschaft über die Bezirksgrenzen hinaus entstanden.

Die nächste Waldbrandübung wird eine Großübung am 22. März im Bezirk Mistelbach sein, auf die wir uns bereits jetzt freuen!

Bericht und Bilder: Freiwillige Feuerwehr Ernstbrunn