Unterabschnittsübung der Gemeinde Großmugl in Geitzendorf

Unterabschnittsübung der Gemeinde Großmugl in Geitzendorf 1024 683 Bezirksfeuerwehrkommando Korneuburg

Am Freitag, dem 18. September 2026, fand in Geitzendorf die gemeinsame Unterabschnittsübung der Gemeinde Großmugl statt. Dazu waren die Feuerwehren der beiden Unterabschnitte 8 und 9 des Feuerwehrabschnittes Stockerau eingeladen. Rund 70 Feuerwehrmitglieder nahmen an der Übung teil.

Um 18:00 Uhr fanden sich die teilnehmenden Feuerwehren bei der Freiwilligen Feuerwehr Geitzendorf ein. Von der dort eingerichteten Einsatz- und Übungsleitung wurden die einzelnen Feuerwehren zu insgesamt vier unterschiedlichen Übungsszenarien entsandt. Nach der Abarbeitung eines Szenarios meldeten sich die eingesetzten Kräfte wieder bei der Einsatzleitung und erhielten von dort ihren nächsten Auftrag.

Vier unterschiedliche Einsatzszenarien

Bei der ersten Station wurde ein ausgedehnter Wohnhausbrand angenommen. Zwei Personen wurden im stark verrauchten Gebäude vermisst, gleichzeitig bestand die Gefahr einer Brandausbreitung auf ein unmittelbar angrenzendes Gebäude. Neben der Menschenrettung unter Atemschutz mussten eine Wasserversorgung aufgebaut und weitere Maßnahmen zur Brandbekämpfung gesetzt werden.

Das zweite Szenario stellte die Einsatzkräfte vor einen Schadstoffaustritt. Ein IBC-Behälter mit einer angenommenen gefährlichen Flüssigkeit war beim Abladen von einem LKW gestürzt und leck geworden. Zusätzlich drohte die Flüssigkeit über den Regenwasserkanal in einen Bach zu gelangen. Neben der Menschenrettung aus dem Gefahrenbereich galt es daher, den Austritt einzudämmen sowie den Kanaleinlauf und den Bach entsprechend zu sichern.

Bei der dritten Station musste ein technischer Einsatz in einer Montagegrube abgearbeitet werden. Eine Person war nach Arbeiten unter einem PKW mit einer Hand zwischen Fahrzeug und Boden eingeklemmt. Während der technischen Rettungsmaßnahmen verschlechterte sich der Zustand der Person, wodurch die eingesetzten Kräfte zusätzlich gefordert wurden.

Ein Vegetationsbrand im Bereich eines Windschutzgürtels bildete das vierte Übungsszenario. Dabei wurde eine rasche Brandausbreitung durch trockene Vegetation und Wind angenommen. Die Einsatzkräfte mussten die weitere Ausbreitung entlang des Windschutzgürtels und auf angrenzende Flächen verhindern.

Gemeinsame Nachbesprechung

Nach mehr als zwei Stunden konnte die Übung beendet werden. Bei der anschließenden gemeinsamen Nachbesprechung ließ der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Geitzendorf, OBI Josef Lehner, die vier Szenarien nochmals Revue passieren. Dabei wurden die Gruppenkommandanten der eingesetzten Feuerwehren um ihre Erfahrungen und Rückmeldungen zu den einzelnen Stationen gebeten. Auch die Übungsbeobachter brachten ihre Wahrnehmungen und Verbesserungsvorschläge ein.

Seitens des Abschnittsfeuerwehrkommandos Stockerau waren Abschnittsfeuerwehrkommandantstellvertreter ABI Werner Braun und Leiter des Verwaltungsdienstes VI Michael Hambeis bei der Übung anwesend.

Auch der Bürgermeister der Marktgemeinde Großmugl, Gerhard de Witt, nahm als Feuerwehrmitglied aktiv an der Übung teil. Im Anschluss dankte er den zahlreichen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern für ihre Teilnahme und ihren Einsatz bei der gemeinsamen Übung.

Zu guter Letzt bedankte sich Unterabschnittskommandant HBI Christoph Oberschlick bei allen anwesenden Feuerwehrmitgliedern für die Teilnahme an der gemeinsamen Übung. Ein besonderer Dank galt der Freiwilligen Feuerwehr Geitzendorf für die Ausarbeitung und Durchführung der umfangreichen Übung sowie für die anschließende Versorgung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Teilnehmende Feuerwehren: FF Ringendorf, FF Füllersdorf, FF Steinabrunn, FF Ottendorf, FF Nursch, FF Roseldorf, FF Großmugl, FF Herzogbirbaum und Geitzendorf.

Fotos und Bericht: Presseteam BFKDO Korneuburg, ABI Braun, VI Hambeis